Die Kläranlage Büdingen war aus gegebenem Anlass daran interessiert, einen Langzeitversuch nach dem C-N-P Konzept durchzuführen.
Die Kläranlage ist baulich auch dadurch gekennzeichnet, dass wenig flexible Reaktionsmöglichkeit bei frachtbedingtem, saisonal steigendem Schlammanfall gegeben ist.
Dies liegt nicht zuletzt daran, dass die Entwässerung mit Hilfe einer Kammerfilterpresse bei Kalk-Eisen Konditionierung erfolgt.
Die Firma Pro-ENTEC forcierte eine Umstellung auf Polymerkonditionierung und führte den Umbau durch.
Es wurde eine Polymerlöseanlage installiert, die, bezogen auf die Schlammmenge, das Produkt zudosiert.
Die richtige Polymermenge als Lösung wird über eine Leitfähigkeitssonde sichergestellt.

Vorher ⇒Die Flockungshilfsmittel-Lösung wurde konstant dosiert.

Die Gefahr, dass die Pressung infolge Dosierfehler nicht optimal ist, wird minimiert. Zeitraubendes manuelles Abschaben oder das Waschen der Presse kann verhindert werden.





Die Kläranlage Langenselbold ist dadurch überlastet, dass höhere Einwohnerwerte als Ausbauzustand vorliegen. Die starke Hydraulik verursacht Feststoffabtreib und dadurch hohe CSB-Werte im Ablauf der Anlage.
Aufgrund der strengen Grenzwerte von 28mg/l CSB wurde das immer wieder problematisch. An der Kläranlage Langenselbold wurde deshalb 2020 begonnen, geringe Mengen „ENTEC© Zadial“ in den Zulauf zu dosieren.
Nach den ersten guten Ergebnissen wurde ab 2024 das Fällmittel mit ENTEC-118/Z ersetzt. Dieses hochwirksame Spezialprodukt wird im Zuge des CNP Konzeptes eingesetzt und führt mit geringem ß-Wert bei der Phosphatelimination, geringen Lufteintrag in der Belebung und weniger Schlammanfall zu hervorragenden Ablaufwerten.

Die Situationsanalyse der Kläranlage ZAK ergab:
✘ Zu stark wechselnde Zulaufbedingungen, bzw Verhältnis C/N/P
✘ Zu viel Belüftung
✘ Zu wenig Gasproduktion im Faulturm
Durch die Zugabe von ENTEC Zadial in geringen Mengen konnten die gelösten, organischen Abwasserinhaltsstoffe möglichst schnell an die Belebtschlammflocken „gebunden“ werden.
Somit konnte die biologische Aufenthaltszeit verlängert werden, da mehr Kohlenstoffverbindungen zum Faulturm gelangen, ohne zu CO2 oxidiert zu werden, weniger Produkt für die Fällung mussten eingesetzt werden.



