Auf der Kläranlage Hanau läuft seit Anfang April 2026 ein Praxisversuch mit dem Produkt ENTEC 8360/B1, um Fettablagerungen in Rohrleitungen nachhaltig zu reduzieren. Bisher mussten die mit Rohschlamm beaufschlagten Rohre im Vorklärbereich etwa alle drei Monate, die Leitungen zur Schlammentwässerung alle fünf bis sechs Monate aufwendig gereinigt werden. Zum Start des Versuchs wurden alle betroffenen Rohrleitungen vollständig gereinigt und anschließend eine kontinuierliche Dosierung von ENTEC 8360/B1 im Zulaufgerinne eingerichtet.
Die Dosierung erfolgt über eine Kronos‑Membrandosierpumpe mit einer Einstellung von 20 Prozent, was einer Zugabe von rund 1,32 Liter pro Stunde beziehungsweise etwa 31,7 Liter pro Tag entspricht. Damit wird ein 1.050‑kg‑IBC in gut 25 Tagen umgesetzt. Nach drei Monaten Betriebszeit sollen sich der Effekt auf die Fettablagerungen in den Leitungen sowie Veränderungen im Fettfang anhand von Reinigungsintervallen und optischen Eindrücken eindeutig bewerten lassen.
Bereits vier Wochen nach Dosierstart zeigen sich erste positive Ergebnisse: Die Vorklärung wirkt deutlich klarer, und im Fettabscheider verteilt sich sichtbar mehr Fett gleichmäßig auf die einzelnen Straßen. Ergänzend dazu belegt eine Laboruntersuchung des Ablaufs aus dem Sandfang eine Veränderung des CSB/TOC‑Verhältnisses von ursprünglich 3,5 auf 3,2 innerhalb von zwei Wochen, was auf sinkende Fettverbindungen im Abwasser hinweist. Die Versuchsreihe wird weitergeführt, um den Einfluss von ENTEC 8360/B1 auf Reinigungsintervalle, Betriebsaufwand und Prozessstabilität langfristig zu dokumentieren.